Unsere erste Testreise

 

Unsere erste Testreise mit dem inzwischen fertig ausgebauten Sprinter führt uns zu Freunden nach Kärnten. Die Fahr dorthin gehen wir gemütlich an, nur leider spielt das Wetter nicht mit und es regnet Bindfäden und das ohne Pause. Nun ja - so können wir zumindest testen, wie es sich bei einer Schlechtwetterperiode im "Kleinen Wagen" leben lässt.

 

Erster Eindruck:

Immer wieder Freude über das bequem zu fahrende, schmale Basisfahrzeug, bei dem auch Ute wieder gerne das Steuer übernimmt und wir uns das Fahren - wie ursprünglich auch mal geplant -  wieder teilen.

Ebenfalls Freude über die Verbrauchswerte. Wir fahren im Schnitt mit rd. 13,2 Litern Diesel auf 100 km. Das ist ungefährt die Hälfte wie beim Steyr.

In den Staufächern haben wir noch viel Platz, obwohl wir nicht nur für diese kurze Reise, sondern auch schon das Meiste für die nächste Langzeitreise gepackt haben.

In die neue "Wohn-Choreografie" müssen wir uns noch einleben. Bei welchen Abläufen steht man sich im Weg und wie lässt sich das vermeiden? Welche Schubladen braucht man beim Kochen und in welcher Reihenfolge? Sollten die Töpfe und Pfannen doch besser an einen anderen Ort? Usw.

In Österreich halten wir uns von den Mautstraßen fern und unser Navi schafft es auch einwandfrei uns auf den Nebenstrecken zu halten.

 

Die Mautpflichtigen Straßen sind deutlich gekennzeichnet. Soweit wir das bislang beurteilen können, erfolgt ein Vorabhinweis und später noch ein Weiterer, kurz bevor die Mautstraße beginnt.

 

Wir fahren gemütlich durch die schöne Landschaft und kommen am Erzberg, einem großen Tagebau vorbei, auf dessen Gelände auch immer wieder ein Treffen für Offroadfahrzeuge veranstaltet wird, die mal die Grenzen ihrer Fahrzeuge austesten wollen.

 

Wir übernachten auf einem Womo-Stellplatz in St. Leonhard. Dieses Städchen ist uns von der gleichnamigen Quelle bekannt. Der Ort ist aber recht unspektakulär und so testen wir unsere neuen e-Bikes, die wir direkt vor Reiseantritt bei der Firma e-motion e-Bike-Welt in Bielefeld abgeholt haben (Riese und Müller, Tinker).

 

Wir staunen über den leistungsstarken Motor, der bei höchster Einstellung beim anfahren am Berg sogar den Hinterreifen fast zum durchdrehen bringt. Das Fahrgefühl ist nicht anders als bei unseren großen Rädern und nach einer längeren Tour mit vielen Metern Höhenunterschied denken wir, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.


Am nächsten Tag fahren wir weiter zu unseren Freunden, die nicht weit von St. Leonhard  entfernt in einem wunderschön umgebauten Forthaus mit atemberaubender Aussicht wohnen. Natürlich werden zuerst gegenseitig die neuen Reisemobile angeschaut. Waren wir doch - als wir uns kennenlernten - beide mit großen LKW unterwegs. Jetzt fahren auch unsere Freunde einen Allradsprinter (Bimobil), sind sehr zufrieden und genießen es mit dem kleineren Fahrzeug viele Gegenden erkunden zu können, in die ihr großer MAN sie früher nicht hätte bringen können.

Gemeinsam verleben wir eine wunderschöne Woche und die Beiden zeigen uns ihre Heimat von Ihrer schönsten Seite.

Bei einem Ausflug zum Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel in der Kärntner Gemeinde Keutschach am See haben wir eine wunderbare Aussicht weit in das Land hinein. Allerdings haben wir vorher auch 441 Stufen bewältigt, bis wir auf 70,56 Metern Turmhöhe angekommen waren. Wir hätten auch den Aufzug nehmen können, aber nach der leckeren, veganen Küche von Christina war Bewegung dringend angesagt ;-).

 

Ach übrigens -  leckere Küche. Unser anschließendes Mittagessen im Gipfelhaus Magdalensberg war nicht nur von der Aussicht Spitzenklasse!

 

Ein weiterer Ausflug führte uns zur Burg Hochosterwitz. Besonders Ute liebt ja mittelalterliche Lokations und war voll und ganz begeistert. Diese Burg ist aber auch etwas ganz besonderes. Den Aufgang zu Fuß durch die vielen Verteidigungstore sollte man auf keinen Fall versäumen. Wie wir bei einer Führung hörten, wurde die Burg nie eingenommen. Weiter als bis zum dritten Burgtor ist kein Angreifer gekommen. Das konnten wir vor Ort gut nachvollziehen.

 

Auf unser Rückfahrt haben wir eine Übernachtung am Walchensee vorgenommen. Laut ADAC sollte der CP 12,-- Euro kosten. Verlangt wurden aber 44,50. Das fanden wir schon ganz schön heftig. Die Aussicht war allerdings sehr schön und den See haben wir erst mit den Fahrrädern und anschließend noch einmal zu Fuß umrundet.

Aussicht aus unserem Reisemobil auf den morgendlichen Walchsee
Aussicht aus unserem Reisemobil auf den morgendlichen Walchsee

Seen ziehen uns anscheinend magisch an und so haben wir auf der Rückfahrt in Deutschland noch zwei weitere schöne Gewässer angesteuert, umrundet und auch etwas Badeurlaub gemacht. Unseren "Kleinen" konnten wir immer unauffällig parken. Das hat seine Vorteile.

Die weitere Rückreise führte über Landsberg am Lech, dass wir bei wunderbarem, hochsommerlichen Wetter entdecken durften. Die historische Altstadt ist sehenswert und hat uns gut gefallen.

Unsere Rückreise führte uns dann noch zur Firma ORC, wo der "KLeine Wagen" einen Unterfahrschutz erhielt. Da die Bodenfreiheit beim Sprinter ja nicht so besonders hoch ist, sind Getriebe sowie Kunststofftank im Gelände schnell gefährdet. Deshalb haben wir uns trotz des zusätzlichen Gewichtes für diese Zusatzausrüstung entschieden. Bilder dazu gibt es hier.

 

Fazit:

Die Testfahrt hat gut geklappt und inzwischen fühlen wir uns im dem "Kleinen" auch richtig zuhause.  Unsere Markise (Dometic) funktioniert prima, allerdings halten die Endkappen auch ohne Kontakt mit Bäumen etc. nicht wirklich. Nacheinander haben wir, ohne es zu merken, beide verloren. Sie wurden von Dometic kostenlos ersetzt und von uns nunmehr verschraubt und mit einem Bech gesichert, in der Hoffnung sie jetzt etwas länger zu behalten.

Noch ein paar kleine Änderungen und dann kann es wieder "auf Tour gehen". Geplant ist Kroatien als nächstes Reiseziel. Wir werden berichten.

 

Hier geht es direkt weiter zum nächsten Langzeitreisebericht 12.09. - 07.10.17  Kroatien