Tipp´s und Info´s für den Aufenthalt auf den

Kanarischen Inseln mit dem eigenen Wohnmobil

Zu den Kanaren kann man von Huelva oder Cadiz verschiffen. Von Huelva fährt die Reederei FRS. Eine deutsche Firma, die aus kartellrechtlichen Gründen die Linie der Reederei Naviera Armas übernommen hat. (www.wochenblatt.es/kanarische-inseln/frs-uebernimmt-faehrdienst-zwischen-den-kanaren-und-huelva). Optisch bemerkt man diesen Wechsel allerdings kaum, da alle Audschriften etc. immer noch auf Armas lauten.

 

Die Verschiffung von Huelva aus fanden wir angenehm, da am Hafen viel Platz ist und sich in der Nähe nette Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Unseren ausführlichen Bericht findet ihr hier:

Verschiffung Huelva - Lanzarote

Verschiffung Teneriffa - Huelva

Erfahrungen zu den angebotenen Kabinen haben wir nicht, da uns diese mit rd. € 300,-- für eine Nacht zu teuer waren. Der Raum mit den VIP-Sitzen war überfüllt und hat keinen wirklichen Vorteil geboten. Für die eine Nacht waren wir mit unserer Lösung bei der Rückfahrt ( Übernachtung in den Aufenthaltsräumen) ganz zufrieden.

 

Die Fährverbindung zwischen den Inseln deckt Naviera Armas ab.

 

Infoseiten Teneriffa:

Aktuelle Straßenlage, Sperrungen etc. http://cic.tenerife.es/e-Traffic3/Control?act=map

Wanderwege und Teideseilbahn www. volcanoteide.com

Pisten und Regeln zu deren Benutzung www.tenerife.es/pistas/

Nachrichten, Wetter, Kanaren allgemein www.teneriffa-news.com/news

 

Ver-und Entsorgung auf den Kanarischen Inseln

Auf den Kanaren gibt es nur wenig bis keine Campingplätze. Die Qualität ist sehr unterschiedlich. So fanden wir einen Camping auf Teneriffa, der zwar recht teuer war, aber dessen Entsorgungsanlage nicht einmal funktionierte. Auf Gran Canaria entdeckten wir einen Camping zwischen aufgegebenen Bananenplantagen, gegen den jeder Camping in Marokko wie Luxus anmutet. Etliche Plätze waren auch geschlossen und sahen so aus, als ob dass zumindest in absehbarer Zeit auch so bleiben wird.

 

Deshalb ist ein möglichst autarkes Wohnmobil von sehr großem Vorteil. Entsorgt haben wir an den wenigen offiziellen Stellen (s. Genaueres in den Berichten) oder z.B. über Strandtoiletten. Da wir nur ca. alle 3 Wochen unseren Urintank leeren müssen, konnten wir das entspannt angehen.

 

Brauchwasser kann man an Tankstellen oder Strandduschen aufnehmen. Trinkwasser wird am Besten kanisterweise in den Supermärkten gekauft.

 

Es gibt recht viele Waschsalons. Die von uns besuchten waren modern und super sauber.

 

Kanaren - Lebensmittelversorgung

Die Versorgung mit Lebensmitteln auf den Kanaren ist unproblematisch. Lidl - Filialen findet man fast flächendeckend. Die einheimischen Supermärkte (z.b. Mercadonna) sind etwas teurer, haben aber eine größere Auswahl. Von Deutschland sollte man wirklich nur sehr spezielle Sachen wie individuelle Medikamente etc. mitnehmen. Das Preisniveau unterscheidet sich nicht wesentlich von Deutschland.

Sehr gut und günstig ist Obst und Gemüse aus regionalem Anbau und frischer Fisch. Fischliebhaber sollten nach den sogenannten Cofradias Ausschau halten. Das sind Zusammenschlüsse der Fischer und in fast jeder größeren Stadt ist am Hafen ein Gebäude der Cofradia zu finden. Hier wird frischer Fisch verkauft und meist ist auch ein Restaurant angeschlossen.

 

Freies Stehen

Da auf den Kanaren in der Wintersaison nicht allzuviele Wohnmobile unterwegs sind, wurden wir überall von der Polizei toleriert.

 

Dazu ist anzumerken, dass wir:

1.

Plätze meiden, wo schon mehrere Wohnmobile stehen. Insbesondere wenn diese Campingverhalten zeigen.

2.

Meist nur 2 Nächte am gleichen Platz bleiben.

3.

Darauf achten kein Campingverhalten zu zeigen. D.h. Stühle und Tisch bleiben drinnen. Treppe wird nicht ausgefahren. Auf Keilen stehen wir sowieso nicht. Wäsche wird nur am Fenster getrocknet wenn wir wirklich ganz einsam stehen. Das wir leise sind und keinen Müll bzw. stinkende Abwässer hinterlassen versteht sich von selbst.

 

Auf Teneriffa gibt es einen offiziellen Stellplatz in Los Cristianos. Auf den anderen Inseln wurden keine ausgewiesen.

 

Straßen und Pisten auf den Kanaren

Der Straßenzustand ist auf allen von uns besuchten Inseln hervorragend. Was die Befahrbarkeit angeht, muss man aber zwischen den flachen Inseln - also Lanzarote und Fuerteventura - und den bergigen Inseln (Gran Canaria, Teneriffa) unterscheiden.

 

Lanzarote/Fuerteventura

Geringes Verkehrsaufkommen trifft auf großzügig dimensioniertes Straßen-/Autobahnnetz. Auf diesen beiden Inseln kommt auch ein breiteres bzw. höheres Wohnmobil problemlos zurecht. Auf beiden Inseln gibt es Pisten, die zumindest in trockenem Zustand - also fast immer - auch ohne Allradfahrzeug zu befahren sind.

 

Gran Canaria/Teneriffa

Auch hier findet man an der Küste ein ausreichend dimensioniertes Straßen-/Autobahnnetz vor, dass auch von großen Fahrzeugen problemlos befahren werden kann. Gänzlich anders sieht das aus, wenn man ins Inselinnere fahren möchte. Also in die bergigen Regionen. Diese sind wunderschön, aber einem Wohnmobil, dass größere Abmessungen als unser Sprinter hat (2,10 breit, 2,90 hoch, 6,50 lang) würden wir die Bergstraßen nicht empfehlen.

Grundsätzlich denkt man ja "Wo ein Bus fahren kann, da kann ich das auch". Das stimmt schon, aber man muss auch daran denken was passiert, wenn einem der besagte Bus entgegenkommt. Und das nicht nur einmal! Ausweichstellen sind auf den Bergstraßen (oft einspurig) nicht sehr häufig. Wir hatten einige Situationen, wo wir wirklich auf den letzten Zentimeter gefahren sind.

Insbesondere im Anaga und Teno Gebirge auf Teneriffa ist das Aufkommen an Touristen in gemieteten PKW sehr groß. Die meisten blieben schlagartig stehen, wenn sie einen Wagen wie unseren Sprinter sahen. Leider meist mit gutem Abstand zum Abgrund und wir konnten dann sehen, wie wir vorbeikamen. Auch ist das Parkplatzangebot in diesen Regionen (auch am Teide)  schon für PKW unzureichend - umsomehr für größere Fahrzeuge. An den Wochenende machen sehr viel Einheimische eine Fahrt in die Berge. Tage, die wir lieber vermieden haben.

 

Tipp: Sehr früh morgens oder spät abends fahren, wenn Busse und Ausflügler wieder Zuhause sind.